Aus dem Vorlagebericht zum Tages-
ordnungspunkt „Resolution der
Hohenemser Stadtvertretung zur Er-
haltung der Abteilung Gynokologie
und Geburtshilfe am LKH Hohenems“

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Seite 2 - Pressekonferenz vom 29. Juni 2005

Seite 3 - Statement und Mail-Korrespondenz mit Landesrat Bischof

Der weit über die Stadtgrenzen von Hohenems hinaus reichende gute Ruf der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe des Landeskrankenhauses Hohenems ist allseits bekannt. Die hohe Qualität und die große Beliebtheit bei den Patientinnen wurzelt vor allem in der kleinen Einheit, die eine intensive und gute Kommunikation zulässt.
Eine große Besonderheit ist die Stillambulanz, übrigens die einzige im Land, welche unter anderem dazu führt, dass Frauen aus dem ganzen Land für die Geburt ihres Kindes nach Hohenems kommen. Die Auswertung von Patientinnenbefragungen ergibt seit Jahren höchste Zufriedenheit. Auch hat die Geburtenstation Hohenems die mit Abstand höchste Auslastung im ganzen Land. Das LKH Hohenems hat die Auszeichnung der WHO für das stillfreundlichste Krankenhaus erhalten und war das erste Krankenhaus Westösterreichs, das dieses Zertifikatbekommen hat.


Die pädiatrische Betreuung der Babys mit Konsiliarärzten ist sichergestellt. Außerdem ist mit einem Notarzt und einem Anästhesisten stets Fachpersonal direkt im Haus.

Wenn man von der Schließung der Geburtenstation spricht, muss deutlich aufgelistet werden, was tatsächlich wegkommt:

  • Schwangerenambulanz
  • Gynäkologieambulanz
  • Entbindung
  • Wochenstation
  • ambulante und stationäre Schwangerenbetreuung
  • Stillambulanz
  • 24 Stunden Still- und Schwangerenberatung
  • 24 Stunden Hotline für alles Frauenspezifische
  • ambulante Nachsorge
  • Hebammensprechstunden
  • Hebammennachbetreuung
  • hebammenorientierte Geburtshilfe

Wenn immer gesagt wird, dass es eine tagesklinische Gynäkologie am LKH Hohenems weiterhin geben wird, so muss klar festgehalten werden, dass bereits jetzt schon zahlreiche Patientinnen zu Gynäkologen wechseln, die in einem Krankenhaus Betten haben, da tagesklinisch so gut wie keine gynäkologischen Eingriffe vorgenommen werden können und dies den Frauen sehr wohl klar und bewusst ist. Daher wird sich, so muss wohl begründet befürchtet werden, die tagesklinische Gynäkologie nach wenigen Monaten von selbst auflösen, und das LKH Hohenems hat dann weder eine Geburtenstation noch eine gynäkologische Abteilung. Die Frauen sind dann gezwungen, in eine der großen Abteilungen in einem der anderen Krankenhäuser auszuweichen.

Im Zusammenhang mit der Entscheidung der Krankenhausbetriebsgesellschaft die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am LKH Hohenems mit Ende 2006 zu schliessen, muss auch ganz klar festgehalten werden, dass erst vor ungefähr zehn Jahren von der Stadt Hohenems rund 1.682.000 Euro in den Um- und Ausbau dieser Station investiert worden sind!

Der gute Ruf der Abteilung ist das Ergebnis eines hervorragenden Teams, das bei einer Schließung auf jeden Fall auseinander gerissen wird und nicht mehr als hochprofessionelles Team zusammenarbeiten kann. Die Schließung ist somit offensichtlich der Lohn für diese äußerst positive Zusammenarbeit.

Aufgrund all dieser Fakten muss alles unternommen werden, diese Abteilung zu retten.

Es soll daher folgender Beschluss gefasst werden:

Die Hohenemser Stadtvertretung fordert die Krankenhausbetriebsgesellschaft auf, die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am LKH Hohenems auch in Zukunft zu erhalten und das dafür notwendige Setting sicherzustellen.

Abstimmungsergebnis: 19 Stimmen NEIN (die gesamte ÖVP)

14 Stimmen JA (SPÖ, Emsigen, die Grünen, ULH,FPÖ)

 


Jasmin Neumayer, Susanne Haunold, Nadja Miller

 

Geburtenstation Hohenems - eine einzigartige Einrichtung

Die geplante Schließung der Geburtshilfe und   Gynäkologie im KH Hohenems stößt auf immer größeren Widerstand in der Bevölkerung.

Nachdem KH-Betriebsgesellschaft Direktor Luis Patsch die Meinung vertritt, das die Vorarlberger Patienten ohnehin zu verwöhnt sind, unterstützt ihn seine rechte Hand, Landesrat Hans-Peter Bischof, das u.a. ein Fachschwerpunkt Orthopädie und eine Tagesklinik gebaut werden sollen (geplantes Budget 20-25 Mio.€).

Was dabei auf der Strecke bleibt, ist die Geburtshilfe, die gesamte gynäkologische Versorgung, die ambulante und stationäre Schwangeren- und Gynäkologieambulanz, die Wochenstation, die Stillambulanz, die 24-Stunden Still- und Schwangerenberatung, die ambulante Nachsorge, die Hebammensprechstunden, die Hebammennachbetreuung, die hebammenorientierte Geburtshilfe und die Wunschkinderambulanz. Diese Pläne werden von der ÖVP-Hohenems unterstützt, an vorderster Front von Bürgermeister Richard Amann, der im Aufsichtsrat der KH-Betriebgesellschaft Für die Schließung gestimmt hat.

Die Geburtenstation Hohenems ist in Vorarlberg einzigartig, da sie medizinisches Know-how, Technik und familiäre Atmosphäre perfekt miteinander verbindet. Hebammenorientierte Geburtshilfe ist in Hohenems Praxis und nicht Theorie. Ebenso ist in Hohenems die einzige Stillambulanz beheimatet, die nicht nur gut, sondern auch sehr gerne besucht wird.

Das Krankenhaus Hohenems wurde von der WHO als erstes KH in Westösterreich als ?Stillfreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet. Für diese Auszeichnung müssen sehr strenge Kriterien erfüllt werden, zugleich werden ständig Kontrollen durchgeführt, die das hohe Niveau gewährleisten. Aussagen von Landesstatthalter Bischof und Direktor Patsch, auch andere Krankenhäuser in Vorarlberg seien stillfreundlich, entsprechen so nicht den Tatsachen.

Keines der Krankenhäuser Bregenz, Dornbirn und Feldkirch hat sich bisher um diese weltweit anerkannte Auszeichnung bemüht. Von sinkenden Geburtenzahlen ist Hohenems überhaupt nicht betroffen. Im Gegenteil: Diese Geburtenstation hat landesweit die Höchste Auslastung. Allein im Monat August durften 56 Babys hier das Licht der Welt erblicken, das entspricht einer Steigerung von 8% im Vergleich zum Vorjahr. Die hohe Qualität, die von den Patienten und deren Angehörigen sehr geschätzt wird, basiert auf der kleinen Einheit, die eine wirkliche persönliche Betreuung und eine intensive und ausgesprochen gute Kommunikation zulässt. mehr ..

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