Die besorgten Frauen und
Mütter hinter der Initiative

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Jasmin Neumayer, Dornbirn

Meine Motivation mich für die Geburtenstation Hohenems stark zu machen ist eine ganz persönliche.

Mein Sohn Felix sollte eigentlich in überhaupt keinem Spital auf die Welt kommen. Er hätte im April 2000 eines der letzten Babys sein sollen, das im Entbindungsheim Lustenau zur Welt kommen durfte. Leider haben sich in der Schwangerschaft Komplikationen ergeben, die einen stationären Aufenthalt im Spital unumgänglich machten. Ich war sehr traurig und enttäuscht über diese Entwicklung, die ich mir doch so anders vorgestellt hatte.
Umso mehr hat mich das Krankenhaus in Hohenems überrascht. Ich wurde in einer ausgesprochen einfühlsamen Art und Weise von den Krankenschwestern, Hebammen und den Ärzten empfangen. Die medizinische Kompetenz gepaart mit einer Menschlichkeit und einer Portion Humor nahm mir - und meinem Mann - viele Unsicherheiten und Ängste in dieser Zeit ab. Deshalb gab es für mich überhaupt keinen Zweifel wo ich meine Tochter Lia im Jahr 2003 zur Welt bringen sollte. Relativ früh musste ich mich mit dem Gedanken auseinander setzen dass auch mein zweites Kind mit einem Kaiserschnitt zur Welt kommen würde.
Dass es trotzdem eine wunderschöne Geburt war und unserer kleinen Familie das Bonding und die Zeit im Wochenbett so natürlich wie möglich gemacht wurde habe ich einzig und allein dem engagierten Team in Hohenems zu verdanken.

Die familiäre Umgebung, die das Krankenhaus Hohenems durch seine überschaubare Größe bietet, ist einzigartig und muss unbedingt erhalten bleiben! Der Dank für den außergewöhnlichen Einsatz des engagierten Teams der Geburtenstation Hohenems soll nun die Schließung sein? Es gibt keinen einzigen logischen Grund für eine Schließung der Geburtenstation Hohenems!

Jasmin Neumayer
jasmin@progeburtenstation.info




Nadja Miller, Hohenems

Für mich oder besser gesagt für uns war die Schwangerschaft sehr überraschend. Wir wünschten uns immer Kinder, aber doch noch nicht so früh. Es vergingen aber nur Minuten bis wir uns auf unser erstes Baby freuten. Dann kam der große Schock. Mein Frauenarzt berichtete mir, dass ein Verdacht auf Eileiterschwangerschaft besteht und ich sofort ins Spital zur Kontrolle müsse. Ich wurde sehr kompetent und doch einfühlsam betreut. Nach weiteren Besuchen im Spital sah ich dann endlich das Schlagen eines kleinen Herzchens. Das unseres Kindes. Dann verlief meine Schwangerschaft aber ohne weitere Komplikationen. Wir schauten uns weitere Geburtenstationen im Land an, aber da ich ja schon einmal in Betreuung in Hohenems war, war es dann keine Frage wo ich entbinden wollte. Die Zeit verging und dann kam endlich der errechnete Geburtstermin. Doch leider wollte unser kleiner Purzel nicht auf die Welt kommen. Dann musste ich jeden Tag ins Spital um das Wohlergehen meines Kindes zu untersuchen. Wir freuten uns natürlich jedes Mal das wir unser Kind auf dem Ultraschall beobachten konnte und seine Herztöne waren wie Musik in unseren Ohren. Und es störte mich gar nicht jeden Tag ins Spital zu gehen. Weil wir in Hohenems jedes Mal liebenswert und herzlich empfangen wurden. Und so konnte ich auch jeden Tag eine andere Hebamme kennen lernen, was mir nach und nach die Angst von der Geburt nahm.
Dann endlich kam der heiß ersehnte Tag. Der 22. November 2004. Unser Sohn Jerry-Lee David wollte kommen. Ich wurde so herzlich empfangen. Unsere Hebamme sprach mir immer wieder neuen Mut zu und so half sie mir die Wehen gut zu verarbeiten. Für mich persönlich war es eine wunderschöne Geburt. Es war keine Hektik zu spüren obwohl neben mir noch drei Frauen entbunden hatten. Die ersten Tage nach der Geburt verliefen recht turbulent. Besuch, die Zeit in der Jerry-Lee und ich uns erst kennen lernen mussten. Und dann kam noch dazu das es bei Stillen nicht gleich geklappt hatte. Dank der netten und sehr gut ausgebildeten Schwestern die sehr viel Geduld mit mir hatten hat es dann doch recht gut funktioniert.
Es war einfach ein wunderschönes Erlebnis. Ich kämpfe für die Geburtenstation Hohenems für mich und meine weiteren Kinder und auch für alle anderen Frauen, die in einer solch tollen Atmosphäre ein Kind gebären möchten.

Nadja Miller
nadja@progeburtenstation.info



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